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Gelungene „Reisen für Alle“-Veranstaltung in Xanten

Am 16.10.2018 trafen sich Vertreter der Tourismusbranche und Behindertenorganisationen zu den Themen „Reisen für Alle“, „Barrierefreier Gesundheits-Tourismus“ und „Barrierefreies Bauen für touristische Leistungsträger“ im Rahmen einer vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Veranstaltung im Rathaus Xanten.

Die von der NatKo in Kooperation mit dem Niederrhein Tourismus, dem Freizeitzentrum Xanten und der Tourist-Information Xanten ausgerichtete Veranstaltung war mit 29 Teilnehmern aus verschiedensten Bereichen gut besucht. Darunter fielen insbesondere Touristiker, Gastronomen und die Behindertenvertreter der Stadt Xanten sowie des Wesel-Kreises. Da die Teilnehmer zum Großteil aus Nordrhein-Westfalen kamen, konnte das regionale Netzwerk an Leistungsträgern, die sich im Bereich des Barrierefreien Tourismus engagieren, gestärkt werden.

Neben einer Vorstellung der NatKo und des bundeseinheitlichen Informations- und Kennzeichnungssystems „Reisen für Alle“ durch den NatKo-Projektmanager Sascha Zobel, sorgten einige externe Referenten für den inhaltlichen Rahmen der Veranstaltung. In den Pausen hatten die Teilnehmer ausreichend Gelegenheit, ihr regionales Netzwerk zu stärken.

So berichteten beispielsweise Stephan Tietz und Andreas Franken vom Freizeitzentrum Xanten (FZX), wie ihre Kooperation mit der NatKo zur barrierefreien Umstrukturierung des FZX beitragen konnte. Nach einem Gutachten der NatKo wurden wesentliche, bereits bestehende Elemente des FZX barrierefrei gestaltet. Zudem wird das FZX zahlreiche neue Angebote nach den fünf Säulen von Kneipp sowie ein „Schwimmbad im See“ errichten, alles barrierefrei versteht sich.

Weiterhin referierte Pascal Tönnissen von der Ruhr Tourismus GmbH über den Fortschritt des Projektes der Zertifizierung des Fernradweges Römer-Lippe-Route. Dieser wird voraussichtlich bis Ende 2019 der erste Fernradweg in Deutschland sein, der in seiner ganzen Länge nach „Reisen für Alle“ zertifiziert ist.

Ebenso interessant und aufschlussreich wie Ihre Vorredner wusste dann Marianne Drößiger, geprüfte Fachkraft für barrierefreies Bauen, die Teilnehmer bezüglich ihres Fachgebietes zu informieren. Im Fokus stand dabei vor allem, dass zwar vielfältigste Sachverhalte und Behinderungen zu bedenken sind, wenn beispielsweise ein Gebäude von Anfang an barrierefrei geplant wird, dies jedoch weder große Schwierigkeiten im Prozess verursachen, noch unansehnlich sein muss. Im Gegenteil: Ist die Herausforderung einmal angenommen, lassen sich mit tollen Ideen attraktive barrierefreie Baulösungen für Alle umsetzen.

Außerdem wurden den Teilnehmern die Herausforderungen des Barrierefreien Tourismus entlang der touristischen Servicekette aufgezeigt und „Reisen für Alle“ als Lösungsmöglichkeit für diese Herausforderungen hervorgehoben.

Das Fazit der Teilnehmer am Ende der Veranstaltung ist durchweg positiv. Durch neue Erkenntnisse aus den Vorträgen sowie das Erweitern des eigenen Netzwerkes durch die Gespräche vor, während und nach der Veranstaltung konnten alle Teilnehmer an diesem Nachmittag weiter für  die Themen des Barrierefreien Tourismus und „Reisen für Alle“ sensibilisiert werden.