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Standort-Anzeiger


Wir über uns

Tourismus für Alle Deutschland e.V. - NatKo

Die NatKo (ehemals "Nationale Koordinationsstelle Tourismus für Alle e.V.", heute "Tourismus für Alle Deutschland e.V.") wurde 1999 von sieben Bundesbehindertenverbänden gegründet, um die deutschlandweiten Aktivitäten der Selbsthilfeorganisationen im Bereich "Tourismus für Alle" zu bündeln und zu koordinieren. Ziel ist es, mit gemeinsamer Stimme zu sprechen und damit möglichst viele Betroffene vertreten zu können.

Um dieses Ziel zu verwirklichen hat sich die NatKo folgende Arbeitsschwerpunkte gesetzt:

  • Die NatKo arbeitet mit der Tourismuswirtschaft, Verkehrsbetrieben und Fachverbänden zusammen, um gemeinsame Konzepte für einen Tourismus für Alle zu erstellen.
  • In Kooperation mit Tourismusverbänden, Aus- und Weiterbildungsstätten bietet die NatKo Schulungen an, Touristiker für das Thema Barrierefreiheit zu sensibilisieren und qualifizieren.
  • Durch die Mitarbeit in Gremien, Ausschüssen, auf Fach-Kongressen und im Kontakt mit den politisch Verantwortlichen sollen die Rahmenbedingungen für barrierefreies Reisen verbessert werden.
  • Reiseveranstaltern, Verkehrsunternehmen, Tourismusregionen, Hoteliers und weiteren Anbietern im Bereich Tourismus können wir helfen, ihre Produkte für alle Kunden geeignet zu gestalten und damit die Nachfrage zu erhöhen.
  •  Die NatKo ist auf den wichtigsten touristischen Messen und der RehaCare vertreten.

Die NatKo ist die zentrale Anlaufstelle für die Belange des barrierefreien Tourismus für Alle in Deutschland.


Mitgliedsverbände der NatKo sind:

  • Allgemeiner Behindertenverband in Deutschland "Für Selbstbestimmung und Würde" e.V.
  • Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe e.V.
  • Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V.
  • Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V.
  • Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.
  • Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V.
  • Sozialverband VdK Deutschland e.V.
  • Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V.


Der lange Marsch

Schon seit über 30 Jahren arbeiten Organisationen und Verbände behinderter Menschen daran, die beschriebene Situation zu verbessern. Zunächst ging es darum, Informationen zum Thema Reisen mit Handicap zu sammeln und den Betroffenen zur Verfügung zu stellen. Wo gibt es Unterkünfte für behinderte Urlauber, welche Reiseführer sind für sie geeignet und welche Verkehrsmittel können sie nutzen.

In den 80er Jahren wurde auch die Anbieterseite in die Arbeit für barrierefreien Tourismus mit einbezogen. Der "Arbeitskreis Tourismus für Menschen mit Behinderung" wurde ins Leben gerufen. In diesem Gremium diskutierten Vertreter von Behindertenorganisationen mit Reiseunternehmen, Tourismusverbänden und Verkehrsbetrieben Konzepte für barrierefreie Reise- und Urlaubsmöglichkeiten.

In den neunziger Jahren wurde auch die Politik auf dieses Thema aufmerksam. Zweimal, 1990 und 1993, stellte der Deutsche Bundestag die Forderung auf, dass "touristische Angebote allen behinderten Menschen zugänglich gemacht werden sollten." Außerdem forderte er die wissenschaftliche Untersuchung des Themenkomplexes. Die Regierung gab daraufhin im Jahr 1996 das Forschungsprojekt "Tourismus für behinderte Menschen" in Auftrag. Die Ergebnisse der dreiteiligen Studie wurden 1999 vorgestellt.

Auch auf der europäischen Ebene tat sich etwas: Innerhalb des EU-Projektes HELIOS II wurde 1994 die internationale Arbeitsgruppe "Eigenständige Lebensführung - Tourismus für behinderte Menschen" ins Leben gerufen. Ein Ergebnis dieser Arbeitsgruppe war: auch in Deutschland sollte eine Nationale Koordinationsstelle Tourismus für Alle gegründet werden. In einigen anderen EU-Staaten gab es solche Einrichtungen bereits.

Daraufhin richteten 1996 mehrere Behindertenverbände die "Nationale Koordinationsstelle Tourismus für Menschen mit Behinderungen" ein, zunächst als Arbeitskreis. Im Herbst 1999 gründeten dann acht Bundesbehindertenorganisationen die Nationale Koordinationsstelle Tourismus für Alle in Form eines eingetragenen Vereins.

Ein Ziel des Vereins war, eine Beratungs- und Informationsstelle einzurichten. Diese nahm im September 2000 in Mainz ihre Arbeit auf. Seit dem 01.01.2006 befindet sich das Projektbüro der NatKo in Düsseldorf. Von hier aus wird die Arbeit der Mitarbeiter, Honorarkräfte und ehrenamtlich Tätigen koordiniert.

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